Scharfschützen halten die Stellung
Die HSU Snipers konnten als Gastgeber der diesjährigen adh-open im American Football ihre Leistung vom letzten Jahr bestätigen. Sie erreichten bei ihrer zweiten Teilnahme am UniBowl erneut den dritten Platz.
Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen, die neuen Goalposts standen auf dem Platz, der Platzwart hatte das erste Mal ein Footballfeld gekreidet und alles stand bereit für den Sieg auf dem Homefield. Das erste Spiel konnten die Scharfschützen dann auch noch für sich entscheiden, sie besiegten die Mannheim Knights mit 22:06. Das Spiel war auf Seiten der Snipers geprägt vom Laufspiel durch die drei hervorragend agierenden HB’s Steffen Wöhlke, Simon Tosse und Christoph Ziemer. Während Steffen Wöhlke vor allem mit den Läufen durch die Mitte für Raumgewinn sorgen konnte erreichten Tosse und Ziemer vor allem mit Sweeps neue First-Downs. Hier konnten sich auch die Alumni der Snipers beweisen, manche hatten 850km Anreise extra für dieses Wochenende auf sich genommen!
Die fast vollständig neu aufgestellte Offense-Line der Snipers konnte hier wichtige Erfahrungen in der Vorwärtsbewegung sammeln und gewann dabei sichtlich an
Selbstvertrauen. Dieses drückte sich auf dem Scoreboard auch recht deutlich aus. Die Studenten der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr konnten die Führung halten und ausbauen, ein TD von Mannheim konnte dem nicht mehr viel anhaben. Spätestens in der zweiten Hälfte hatte die Hamburger Defense alles im Griff!
Direkt danach musste die Mannschaft gegen die Karlsruhe Engineers antreten. Diese Mannschaft hatte kurz zuvor den All-Time Favoriten Paderborn und die Mannheim Knights geschlagen, für sie stand die Finalteilnahme also schon fest. Nichtsdestotrotz schenkten sie den Scharfschützen keine Handbreit Boden, im Gegenteil mit kurzen Pässen auf die Tight-Ends und Läufen in allen Variationen brachten sie den Ball zweimal in die Endzone der Gastgeber.
Die Hamburger Defense-Line konnte gegen die massive Offense-Line der Engineers nicht viel ausrichten, Timing und Spielerfahrung aus der Liga taten ihr übriges. Trotz des Ergebnisses von 00:14 hat sich die Hamburger Offense nicht schlecht geschlagen, vor allem Simon Tosse und Christoph Ziemer liefen zur Hochform auf, ein TD blieb ihnen jedoch verwehrt. Vor allem ein Anschluss-TD durch Christoph Ziemer blieb lange über das Ende des Spiels hinaus umstritten, wurde von den Referees jedoch nicht gegeben.
Nach diesem Spiel konnten die Hamburger Spieler kurz durchatmen und verpflegen, einige von ihnen kamen direkt aus einer Klausur aufs Gridiron. Das Spiel zwischen Mannheim und Paderborn konnte Paderborn für sich entscheiden, damit wurde das letzte Spiel des Tages zum Entscheidungsspiel über die Finalteilnahme beider Teams. Dementsprechend hoch motiviert gingen beide Teams dann auch in dieses Spiel. Sei es nun der langsam einsetzenden Müdigkeit oder der erwähnten Motivation geschuldet, die beiden Teams schenkten sich nichts, fast in jedem Drive blieb ein Spieler verletzt auf dem Rasen oder konnte sich gerade noch so in die Teamzone schleppen, Besonders schwer wogen auf der Hamburger Seite der Verlust der beiden Quarterbacks Marius Schmitz und Manuel Holtzsche sowie von vier Stammspielern der Hamburger Verteidigung, Andreas Gutzeit (OLB), Torsten Zander (ILB), Daniel Scholz (OLB) und Felix Hoffmann (DB). Derartig geschwächt ging es dann auf Hamburger Seite dann vor allem darum die Verluste zu begrenzen, damit stand auch die Teilnahme der Snipers am kleinen Finale fest.
Trotz des Ergebnisses haben sich auch hier wieder beide Mannschaftsteile wacker geschlagen, an eine der Grundpflichten des Soldaten, die Tapferkeit musste nicht extra erinnert werden. Jeder Spieler hat sein Äußerstes gegeben, leider war es in diesem Jahr einfach noch nicht genug. Am Ende des ersten Tages standen dann die Finalteilnehmer fest:
Spiel um Platz 3: HSU Snipers – Mannheim Knights
Finale: Karlsruhe Engineers – Paderborn Unicorns
Am Sonntag um zehn Uhr gehen andere Leute in die Kirche, die Footballer standen wieder auf ihrem Feld der Ehre. Wie im letzten Jahr machen Hamburg und Mannheim den dritten Platz unter sich aus.
Die Mannheim Knights konnten als Gäste den Coin-Toss bestimmen, Sie wählten Tails und Tails fiel. der erste Ballbesitz sollte an Mannheim gehen. Das Kick-Off-Team der Gastgeber vereitelte dieses Vorhaben jedoch, CB Steffen Angele konnte den Ball für die Snipers sichern. Die Hamburger Offense erhielt den Ball an der gegnerischen 30yard-Linie konnte diese Feldposition jedoch nicht für einen Touch-Down nutzen. In der folgenden Stunde sahen die Hardcorefans die sich bereits zu dieser frühen Stunde zum Feld begeben hatten vor allem die eigene Verteidigung auf dem Feld, keine der Mannschaften konnte in der ersten Hälfte einen Vorteil für sich herausarbeiten, ein FG-Versuch der Gäste prallte vom Goalpost ab.
Nach einer emotionalen Halbzeitansprache durch Steffen Wöhlke und einer Halbzeitshow die beide Cheerleaderteams gemeinsam bestritten haben kam die Hamburger Offense etwas besser in Schwung und Runningback Wöhlke konnte die ersten und einzigen Punkte dieses Spiels erzielen, danach traten auf beiden Seiten wieder die Defenseformationen auf den Plan. Mit 06:00 ging dann das kleine Finale zu Ende. Zum Finale folgt später ein ausführlicher Bericht.
Insgesamt zogen die Organisatoren jedoch ein positives Resümeé, am Ende der drei Tage konnten alle von sich behaupten das sich die monatelangen Planungen und Vorbereitungen gelohnt hatten und durch die tatkräftige Mithilfe aller auch kurzfristige Probleme schnell gelöst werden konnten. “Wir danken auch allen angereisten Teams, Gästen, Zuschauern, Helfern neben und auf dem Feld für die entspannte Atmosphäre, die geleistete Arbeit und für den Spaß den wir an diesem Wochenende mit diesem, unseren Sport haben konnten” stellte Jan Breiholz abschließend fest.
Unibowl 2010 – Paderborn wir sind dabei!





